Umweltverträglichkeit – Verantwortung für Natur und Umwelt

Die Alaska-Seelachs-Fischerei schaut nicht nur auf die Fischbestände, sondern hat das gesamte Ökosystem mit seinen Wechselwirkungen und komplexen Verknüpfungen zwischen den Lebewesen im Blick. Wie ist ihre Ökobilanz? Welche Maßnahmen ergreift sie?
Landschaft Alaskas

Niedriger ökologischer Fußabdruck

Im Vergleich zu anderen tierischen Proteinen wie rotem Fleisch und Geflügel hat Wildfisch wie Alaska-Seelachs einen geringen CO2-Fußabdruck: Dies liegt daran, dass er sich vollständig natürlich ernährt und nicht gefüttert wird. 

Alaska-Seelachs ist ein Wildfisch und damit ein Produkt der Natur. Die Produktion von Alaska-Seelachs:

  • benötigt keine Dünge- oder Pflanzenschutzmittel;
  • verursacht keinen Bodenverlust;
  • benötigt keine Antibiotika;
  • verbraucht nur wenig Wasser.

Wenn Alaska-Seelachs bei der Weiterverarbeitung nach dem Fang nur einmal tiefgefroren wird, d.h. am Ursprungsort filetiert und eingefroren wird, ist sein CO2-Fußabdruck noch besser. Denn diese Art der Verarbeitung vermeidet lange Transportwege und spart CO2. Die Alaska-Seelachs-Fischerei in Alaska verursacht bei nur einmal tiefgefrorenem Alaska-Seelachs, der 91 Prozent der Filetproduktion ausmacht, 0,59 kg CO2-Emissionen pro kg produziertem Lebensmittel (Quelle: Fulton, Sarah (2010): Fish and Fuel. Dalhousie University). Im Vergleich werden für jedes kg rotes Fleisch zwischen 11,3 und 19,4 kg CO2 und für jedes kg Geflügel zwischen 3,1 und 6,7 kg CO2 verursacht.

Schutz von sensiblen Meeressäugern und anderen Arten

Beim Management der Alaska-Seelachs-Fischerei berücksichtigen die unabhängigen Wissenschaftler und die Fischerei-Manager die komplexen Wechselwirkungen von Fischarten, Meeressäugetieren und Vögeln sowie die Gesundheit des gesamten. Sobald neue Informationen über empfindliche Arten und Lebensräume zur Verfügung stehen, bewerten die Wissenschaftler diese und sprechen Empfehlungen zum Schutz aus. Die Schutzmaßnahmen beruhen daher immer auf den neuesten und besten wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Die Manager der Alaska-Seelachs-Fischerei in Alaska haben Vorschriften eingeführt, um jegliche mögliche Auswirkungen auf Meeressäuger, wie Stellersche Seelöwen, zu minimieren. Der Stellersche Seelöwe (Steller Sea Lion) ernährt sich von Alaska-Seelachs. Damit es keine Nahrungskonkurrenz gibt, sind spezielle Schutzgebiete ausgewiesen worden. Große Teile der Aleuten wurden für den Fischfang geschlossen, um Kolonien von Meeressäugern zu schützen. Insgesamt wurden über 3,1 Millionen Quadratkilometer Meeresschutzgebiete in Alaska ausgewiesen.