Verantwortungsvoller Fang von Alaska-Seelachs bei minimalem Beifang

Die Alaska-Seelachs-Fischer in Alaska arbeiten hart dafür, dass ihre Fischerei die nachhaltigste der Welt ist und bleibt. Wie arbeiten sie genau?
Nachhaltige Fangmethoden

Gezielter Fang

Die Alaska-Seelachs-Fischer in Alaska nutzen hochentwickelte Elektronik und speziell für den Fang entwickelte Netze, um Alaska-Seelachs gezielt zu befischen und andere Fische zu vermeiden. Da Alaska-Seelachs in mittleren Gewässern, dem sogenannten pelagischen Bereich des Ozeans, vorkommt, werden für diesen Bereich ausgelegte, pelagische Schleppnetze eingesetzt. Dieses Fanggerät ist für den Einsatz im mittleren Teil des Wasserkörpers, entfernt vom Meeresgrund, konstruiert. Grundschleppnetze verwenden die Alaska-Seelachs-Fischer in Alaska hingegen nicht. Schleppnetze für das freie Wasser ermöglichen es den Fischern, Alaska-Seelachs sehr gezielt zu fangen. Pelagische Schleppnetze berühren den Boden gelegentlich, jedoch haben Wissenschaftler festgestellt, dass sie nur minimale Auswirkung auf den Lebensraum haben und keine bleibenden Schäden verursachen.

Pelagisches Netz

Vermeiden anderer Tierarten

In allen Wildfischereien besteht die Möglichkeit, andere Fische als die gezielt befischte Art zu fangen. Die Alaska-Seelachs-Fischerei in Alaska hat jedoch die niedrigste Beifangrate der Welt. Mit einer Kombination aus zunkunftsgerichteten Vorgaben und freiwilligen Programme der Fischer, hält die Alaska-Seelachs-Fischerei in Alaska die Beifangrate konstant sehr niedrig: Nur ein Prozent des Fanges besteht nicht aus Alaska-Seelachs.

Das bedeutet im Umkehrschluss, dass 99 Prozent des Fangs aus der gezielt befischten Art – Alaska-Seelachs – bestehen. Hinzu kommt, dass auch der Beifang nicht verschwendet wird. Die Hälfte des einen Prozents Beifang wird verarbeitet.

Höchste konstant beibehaltene Zielart-Rate aller Fischereien weltweit
99% Alaska-Seelachs – Höchste konstant beibehaltene Zielart-Rate aller Fischereien weltweit. Quelle: NRC Bycatch Database