Beringsee, Golf von Alaska und … Ochotskisches Meer? – Fanggebiete für Alaska-Seelachs

Alaska-Seelachs im Supermarkt stammt nicht immer aus Alaska. Ein Blick auf die Fanggebietskarte zeigt: nur Alaska-Seelachs aus dem Fanggebiet FAO 67 hat auch wirklich seinen Ursprung in Alaska.

FAO 67 und FAO 61

Alaska-Seelachs wird in zwei großen Fanggebieten gefangen: Nordostpazifik (FAO 67) und Nordwestpazifik (FAO 61). Die auf den ersten Blick fremden Codes beruhen auf dem Namen und einer Nummerierung der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen, FAO (Food and Agriculture Organization of the United Nations). Diese Organisation verfolgt die Aktivitäten der weltweiten Fischereien und hat ein Nummerierungssystem entwickelt, um alle Fischereien auf der Welt identifizieren zu können. In Europa findet sich die Kennzeichnung des Fanggebiets auf Lebensmittelverpackungen, so dass Verbraucher wählen können, woher ihr Fisch kommt.

Fanggebiet FAO 67 – vor den Küsten Alaskas

Das Fanggebiet Nordostpazifik (FAO 67) liegt vor den Küsten Alaskas. Es ist noch einmal unterteilt in zwei Subfanggebiete:

  • Östliche Beringsee und Aleuten;
  • Golf von Alaska

Produkte, die mit diesem Fanggebiet und eventuell zusätzlich einem der Subfanggebiete gekennzeichnet sind, enthalten Alaska-Seelachs wirklich aus Alaska. Aller Alaska-Seelachs aus dem Fanggebiet FAO 67 wird nachhaltig gefangen und die überwiegende Mehrheit – rund 91 Prozent (2016) – wird nach dem Fang an Bord oder an Land filetiert und nur einmal tiefgefroren.

Fanggebiet FAO 61 – vor Russland

Das Fanggebiet Nordwestpazifik (FAO 61) liegt in Ostasien vor Russland. Auch dieses Fanggebiet hat eine weitere Unterteilung in zwei Subfanggebiete:

  • Westliche Beringsee;
  • Ochotskisches Meer.

In Russland unterscheidet sich die Verarbeitung des Fisches: Nur 16 Prozent des gefangenen Fisches werden nach dem Fang filetiert und einmalig tiefgefroren.

Im Vergleich dazu werden beim zweimaligen Tiefgefrieren die Fische meist auf dem Fangschiff geköpft, ausgenommen und eingefroren. Anschließend gehen sie mit einem Transportschiff auf die Reise, nach China oder Südasien, wo sie aufgetaut, filetiert und erneut eingefroren werden. Nur 9 Prozent des Alaska-Seelachses aus Alaska geht diesen Weg. Zweimaliges Tiefgefrieren kann zu einem Verlust von Geschmack, einer festeren Textur und der Oxidation von Fetten führen. Unabhängige Studien haben bestätigt, dass einfach gefrorenes Alaska-Seelachs-Filet Qualitätsvorteile gegenüber doppeltgefrorenem Alaska-Seelachs-Filet bietet (z.B. Surefish 2004, 2005).

Auf das Fanggebiet achten, Alaska wählen

Aufmerksame Verbraucher, die sicher gehen wollen, dass ihr Alaska-Seelachs aus Alaska stammt, achten auf das Fanggebiet FAO 67 Nordostpazifik auf der Produktverpackung. Wie Sie es genau erkennen und wie Sie es sich merken können, erfahren Sie hier: „Area 67 – echt Alaska