Vom Nordpazifik in die Welt – die Herkunft von Alaska-Seelachs

Der Name Alaska-Seelachs oder Alaska-Pollack deutet auf seine geografische Herkunft hin: Alaska. Doch Alaska-Seelachs in den Tiefkühltruhen deutscher Supermärkte kommt nicht immer aus Alaska. Wie erkenne ich die Herkunft und welche Unterschiede gibt es?

Ein Fisch aus dem Nordpazifik

Vielen Konsumenten ist es wichtig zu wissen, woher ihre Lebensmittel stammen. Besonders bei tierischen Lebensmitteln wie Fleisch und Fisch schauen sie genauer hin. Alaska-Seelachs kommt im gesamten Nordpazifik vor. Er wird im östlichen Teil des Nordpazifiks vor den Küsten Alaskas und im westlichen Teil vor Russland gefangen. Zwar ist der Name gleich, jedoch bestehen Unterschiede bei der Nachhaltigkeit und der dominierenden Art der Verarbeitung:

100 Prozent des in Alaska gefangenen Alaska-Seelachses sind mit dem Siegel des Marine Stewardship Council (MSC) für nachhaltige Fischerei zertifiziert. Hingegen sind es nur 59 Prozent des russischen Seelachses. Auch in den drei MSC-Kategorien Gesundheit der Fischbestände, Umwelteinfluss und Fischereimanagement kann der Alaska-Seelachs aus Alaska punkten. Fischerei in Alaska ist stärker auf Nachhaltigkeit ausgelegt als in anderen Fanggebieten, insbesondere im Bereich des Fischereimanagements. Ein transparentes, verantwortungsbewusstes und auf dem natürlichen Ökosystem basierendes Managementsystem trägt hierfür Sorge. Darüber hinaus wird der gesamte Fang gewogen und auf die vorgegebenen Fangquoten angerechnet. Gleichzeitig werden Daten zum Fang und Beifang an ein staatliches Monitoringsystem gemeldet.

91 Prozent des Alaska-Seelachs-Filets aus Alaska ist nur einmal tiefgefroren. Beim Alaska-Seelachs aus Russland sind dies nur 16 Prozent (Quelle: Groundfish Forum 2016).

Nur Alaska-Seelachs aus dem Fanggebiet FAO 67 stammt wirklich aus Alaska. Die folgenden Unterartikel erklären, woher Alaska-Seelachs kommt und wie Verbraucher erkennen können, ob Alaska-Seelachs aus Alaska stammt.